Ihre Fragen – Unsere Antworten

 

Ihre zahlreich eingereichten Fragen während der vergangenen Webinare möchten wir gerne aufgreifen und beantworten.

Die Durchführung einer Funktionsprüfung ist Teil des Herstellungsprozesses, genauso wie die Durchführung der Risikobeurteilung, oder auch „Risikoanalyse- und Bewertung“ gemäß Niederspannungsrichtlinie, die Teil der technischen Unterlagen ist.
Für die Erstprüfung Elektrischer Anlagen ist das die VDE 0100-600.
Die aktuell gültige Version ist die DIN EN 60204-1:2019. Ob die Norm für Sie relevant ist ergibt sich aus dem Anwendungsbereich.
Ein Schütz als elektromechanisches Schaltgerät ist keine unvollständige Maschine. Da kommt eher der Anwendungsbereich anderer Richtlinien zum Tragen, die die Gefährdungen und Schutzziele treffender enthalten.
Es kann sich ggf. um eine auswechselbare Ausrüstung gemäß Maschinenrichtlinie handeln. Dies müsste jedoch individuell betrachtet werden.
Die durchgängige Dokumentation kann mit EPLAN eMANAGE und RITTAL ePOCKET realisiert werden. Für die genaue Umsetzung kommen sie gerne nochmal auf uns zurück.
Ein Zugriff eines Subunternehmen auf die Schaltplanunterlagen kann über eVIEW erfolgen.
Aktuell ist es so, dass man für die ePOCKET eine Internetverbindung benötigt um auf die Daten zuzugreifen.
Aktuell unterstützt EPLAN an sich nur die eigene EPLAN Cloud Umgebung.
Ein Lastenheft zu integrieren funktioniert ab dem Zeitpunkt sehr gut, wo Daten zwischen verschiedenen Partnern ausgetauscht werden und das zu einer frühen Projektphase. Hier sei nochmals das Tool EPLAN Preplanning zu erwähnen.
Zum Thema nachhaltige Dokumentation und vor allem zum Thema Schaltschrankbau gibt es die Schaltschrankbaustudie 4.0, wo unterschiedliche Arbeitsweise gegenübergestellt und ausgewertet werden.
Aus EPLAN oder auch CAE Systemen können diese Daten bereits per Excel oder auch als Textdatei ausgegeben werden. Zur Vertiefung stehen wir auch gerne per E-Mail unter kontakt@schaltschrankgestalter.de zur Verfügung.
Aus Sicht des EPLAN Data Portals wäre es sinnvoll generell Datensätze im EPLAN Data Standard zu verwenden. Dort sind benannte Angaben stets aktuell hinterlegt. Eine automatisierte Benachrichtigung aus dem Portal ist derzeit (noch) nicht vorgesehen. Jedoch werden wir diesen Input aufnehmen!
Ja, das sehen wir auch so. Der Betreiber kann die Daten auch beim Schaltanlagenbauer einfordern.
Auf der Verpackung findet man häufiger RFID- und oder QR-Codes, auf den Bauteilen weniger. Es gibt Unternehmen, wie z.B. Rittal, die bei ihren Schaltschränken alle abnehmbaren Teile mit einem QR-Code versehen, um eine eindeutige Identifizierung ermöglichen. Ggf. können Sie selbst mit den Herstellern in Kontakt treten.
Eine Gruppenabsicherung ist durchaus möglich. Allerdings ist in diesem Falle auf die entsprechend verwendeten Charakteristiken der Leitungsschutzschalter zu achten, sowie auf die verwendeten Leiterquerschnitte.
Grundsätzlich kann im 24 V DC Bereich die Auslösezeit anhand der trägsten Leitungsschutzschalter für eine Leitung angenommen werden. Im 24 V DC Bereich haben wir Leitungs-/Geräteschutz. Die 100 ms Auslösezeit sind auf die Leistungsfähigkeit der internen Leistungstransistoren der elektronischen Selektivitätsmodule zurückzuführen. Die 100 ms entstammen also keiner Norm oder Ähnlichem.
Genau, sie müssen die Hin- und Rückleitungs-Impedanz berücksichtigen. In unserem Beispiel gehen wir von 25 m bis zur Last aus und dann 25 m zurück zur Stromversorgung.
Hier hat unsere Erfahrung gezeigt, dass von 10 mOhm ausgegangen werden kann.
Nein, dies ist nicht zwingend notwendig, da eine Absicherung hier nur Leitungs-/Geräteschutz vorsehen würde. Grundsätzlich ist dies aber abhängig von den verwendeten Leitungsquerschnitten und Längen.
Das ist eine Frage, die sehr schwer pauschal zu beantworten ist. Der Initialaufwand hängt von vielen individuellen Parametern ab (auf der Kundenseite) und dem Anspruch an den Grad der Schaltplanautomatisierung. Man sollten sich zu Beginn erst einmal kleine Ziele setzen und z.B. nur die Einspeisungen mit eBUILD automatisieren und dann Schrittweise vorgehen. Seitens EPLAN beraten wir Sie da gerne individuell: eBUILD@EPLAN.de
Das ist zur Zeit noch nicht möglich.
Für die Erstellung Ihrer eigener Bibliotheken stellen wir ein Beispiel-Makroprojekt zur Verfügung, welches als Vorlage dient. Darüber hinaus können Bibliotheken aus eBUILD Free als Ausgangspunkt für die Erstellung von Bibliotheken für eigene Maschinen oder Anlagen verwendet werden.
Die Konfiguration basiert auf dem Regelwerk und den Makros einer Makrobibliothek. D.h. das was Sie als "Fragmente" oder Schaltplanseiten bezeichnen ist durch die dazugehörige Makrobibliothek quasi die Basis für das Arbeiten mit eBUILD.
Zunächst benötigen Sie eine EPLAN-ID für die Anmeldung in der EPLAN-Cloud. Dann steht Ihnen eBUILD Free schon einmal kostenlos in der Liste der verfügbaren Apps bereit. Geht ab Version 2.8 HF3 und höher. Die Vollversion von eBUILD könnten Sie dann auch direkt dort bestellen. Weitere Fragen dazu gerne auch an eBUILD@EPLAN.de
Konfiguratoren müssen nicht von Produktdaten abhängen und können auch vollständig produktdatenneutral sein. Aber auch "hybride" Konfiguratoren mit teilweise zugewiesenen Artikeldaten sind möglich. Die Funktionsweise bzw. Funktionalität eines Konfigurators hängt primär von einer korrekten Syntax im Regelwerk ab und nicht von Produktdaten.
Unter anderem zur Verbesserung des Qualitätsstandards und mit Ziel, vollständigere Artikeldaten bereitstellen zu können, wurde der EPLAN Data Standard (EDS) eingeführt. Momentan stehen noch nicht alle Daten in diesem Standard zur Verfügung. Damit wird sich zukünftig die manuelle Nachbearbeitungszeit immer weiter reduzieren. Gerne können Sie dieses Thema auch an die Fachkollegen bei EPLAN adressieren (z.B. über das Kontaktformular auf der EPLAN.de-Homepage).
Die Reserveadern müssen beidseitig geerdet werden. Sollte dabei durch Potentialdifferenzen ein Stromfluss über diese Adern stattfinden, so wird eine Seite direkt und die andere Seite über einen Gasableiter (z.B. TTC-6-GDT-C-110AC-PT-I) auf Erde gelegt.
Wenn es sich um einen Typ 2 Ableiter handelt, ist eine 63A Sicherung ein praktikabler Wert. Bei einem Typ 1 Ableiter empfehlen wir eine Vorsicherung von mindesten 160A. Kleiner Sicherungen könnten durch den Stoßstrom auslösen und es wäre dann kein Schutz mehr für die Anlage gegeben.
Ob eine zusätzliche Sicherung vor dem Überspannungsschutz erforderlich ist oder nicht, hängt von der Größe der Anlagensicherung und dem verwendeten Überspannungsschutz ab. Infos dazu stehen in der Packungsbeilage.
Der minimale Anschlussquerschnitt für die Verbindung vom Außenleiter zum SPD beträgt 2,5 mm² bei einem Typ 2 und 6 mm² bei einem Typ 1. Die Verbindung zum PE muss beim Typ 2 mind. 6 mm² betragen, beim Typ 1 mind. 16 mm² (DIN VDE 0100-534.4.10), Abschnitt . Abhängig von der gewählten Sicherung können größere Querschnitte erforderlich sein; siehe Einbauanleitung der Hersteller.
Nein, nicht zwingend. Überspannungsschutz ist am Speisepunkt der Anlage erforderlich und bei Gebäuden mit äußerem Blitzschutz an den Blitzschutzzonengrenzen. Wenn der Schaltschrank nicht weiter als 10 m vom SPD vom Speisepunkt entfernt ist, ist in der Regel kein weiteres SPD erforderlich. Bei einem Abstand > 10 m wird ein weiteres SPD empfohlen. Siehe DIN VDE 0100-534, Abschnitt 534.4.9.
Das ist in der VDE 0100-534 nicht eindeutig festgelegt. Es muss eine Verbindung hergestellt werden, die den Anforderungen an einen Schutzleiter genügt. Theoretisch darf ein SPD demnach auch ausschließlich über die Montageplatte geerdet werden. Würden wir aber nicht empfehlen.
Entscheidend ist die Impedanz der Verbindung zwischen dem Überspannungsschutz und der Schutzleiterschiene, an der auch die Betriebsmittel angeschlossen sind. Theoretisch müsste man also die Impedanz des Leiters und die Impedanz der Verbindung über die Montageplatte als parallel Verbindung betrachten. Dadurch ist die gesamte Impedanz kleiner als die Impedanz über die Montageplatte, wodurch die Bedingung dem Sinn nach erfüllt ist, auch wenn die Leitung selbst länger als 0,5 m ist.
Interessant sind eher die Hotspots - diese müssen beseitigt werden. Den Luftstrom zu messen ist weniger sinnvoll. Die Wärme muss abgeführt werden.
Geschlossene Sichttüren sind ähnlich wie eine Stahltür zu betrachten. Gelochte Türen können nicht berechnet werden.
Schaltschrankheizungen sind nur bis ca. maximal 25°C geeignet, sie sind für niedrige Temperaturen sinnvoll. In diesem Anwendungsfall ist mit anderen Mitteln zu trocknen, wie zum Beispiel mit Trockenbeuteln oder Entfeuchtern.
Wenn es um die Ausfallsicherheit geht, sollte man dies betrachten.
Die Eigenschaften eines Peltier-Geräts sind: vibrationsarm, kleine Abmessungen, hoher Energiebedarf, geringe Kühlleistung, meist teuer. Es macht somit nur dann Sinn, wenn aufgrund von Vibrationen, schräger Einbaulage und/oder der Forderung Kühlen + Heizen eine Kompressions-Kältemaschine nicht anwendbar ist.
Die Leistung ist dann maximal die Leistung eines freiblasenden Lüfter. Besser ist es, Lüfter + Austrittsgitter zu verwenden.
Kondensat wird bei den meisten Kühlgeräten mit einem Kondensatverdunster verdampft. Ansonsten wird das Kondensat aus dem Kühlgerät nach Außen geleitet.
Schon im frühen Planungsstand zur Einführung von Werkerassistenzsystemen sollte man die betroffenen Mitarbeiter in den Prozess einbeziehen. Vor allem Sorgen sollten frühestmöglich aus dem Weg geräumt werden und dem Mitarbeiter das Gefühl gegeben werden, dass er nicht ersetzt, sondern unterstützt werden soll bei seiner täglichen Arbeit. Auch hier ist es wichtig bei der richtigen Auswahl des Werkerassistenzsystem die Meinung des Werkers einzuholen und bei einer möglichen Entscheidung zu beteiligen.
Aus unserer Sicht sind die Fachkräfte der Schlüssel für den Einsatz von Werkerassistenzen. Fachkräfte sollen in erster Linie unterstützt werden. Auf der anderen Seite können Fachkräfte so auch andere wertschöpfende Tätigkeiten übernehmen und müssen z.B. nicht die einfacheren Arbeiten, wie z.B. das Aufrasten von Artikeln übernehmen. Hier sei vor allem auf die Prüfung und Abnahme des Schaltschranks am Ende des Herstellungsprozess verwiesen.
Es gibt bereits verschiedene Studien die ein Prozentzahl >40 % angeben. Allerdings muss man sagen, dass eine generelle Aussage schwierig zu tätigen ist, da es sehr stark vom Prozess abhängig ist. Aus den Rückmeldungen von Kunden können wir aber sagen, dass gerade das Anlernen von Studenten oder anderen Aushilfen deutlich verkürzt wird und die Fachkräfte sich auf die Facharbeiten fokussieren können. Zudem ist auch die Ausschussrate gesunken und die Qualität gestiegen.
Das ist sicherlich richtig. Sollte ich Werkerassistenzsysteme einsetzen wollen, so ist es wichtig in der Engineeringphase möglichst viele, auf den nachgelagerten Fertigungsprozess zugeschnittene, Informationen zu hinterlegen. Der Aufwand, sollten diese Informationen manuell nachgetragen werden, steigt natürlich. Hier sei jedoch vor allem auf einen schnelleren und fehlerfreieren Fertigungsprozess verwiesen der durch die Kopplung von Engineering- und Fertigungsprozess möglich wird. Detailliertere Informationen hierzu erhalten Sie in der "Schaltschrankbau 4.0 Studie".
EPLAN bietet die Möglichkeit, die unterschiedlichsten Informationen zum Herstellungsprozess, so auch Verbinderinformationen, in der Projektdatei zu hinterlegen, sodass über Schnittstellen in die Fertigung, die unterschiedlichsten Systeme angesteuert werden können.
Um EPLAN Smart Wiring nutzen zu können benötigt man sowohl die Betriebsmittelkennzeichen, also Quelle und Ziel der verschiedenen Verdrahtungen und die eigentlichen Drahtinformationen (Farbe, Aderendbehandlung, etc.). Diese können im einfachsten Fall aus einer Excel-Liste in EPLAN Smart Wiring eingelesen werden. Möchte man zusätzlich noch eine visuelle Darstellung des Schaltschranks ermöglichen, so wird ein EPLAN Pro Panel 3D Modell benötigt, mit den jeweiligen Positionen der Betriebsmittel.
1. In jedem Fall ist für den Einbau in die Tür/Abdeckung eine Risikoanalyse zu erstellen. Hier sind besonders die Risiken der mechanischen Beschädigung der Leitung durch die Bewegung und das Zufallen der Tür mit Verlust der Berührungsschutzabdeckung zu betrachten. Dazu könnten eigene Tests durchgeführt und per Video dokumentiert werden. Als besonders kritisch ist die Befestigung der Kabel mit Kabelbindern untereinander zu sehen, da dies zu Reibungspunkten führen kann. Die richtige Auswahl der Leitungen (z.B. schwere Gummischlauchleitung) ist zu beachten. 2. Der Hauptschalter 3LD wird nach einer Produktnorm gebaut. Die Befestigungsmöglichkeit in einer Frontplatte stellt damit nicht automatisch die Einbaumöglichkeit in der Tür dar. Die Frontbefestigung ist in erster Linie für den Seitenwandeinbau gedacht.
Sprechen Sie sich bitte mit dem Lieferanten ab, ob der Hauptschalter mit einem grauen Griff ausgestattet werden kann, um eine Verwechslung zu vermeiden. Andernfalls sollten Sie den rot/gelben Hauptschalter in die Not-Halt-Kette einbinden.
Ob der Neutralleiter getrennt werden muss, sollte länderspezifisch betrachtet werden. Die Farbgebung sollte dann für den Neutralleiter blau sein.
Korrekt. Für das TT-System ist jedoch das Trennen aller aktiven Leiter einschließlich des Neutralleiters gefordert.
Verbindungs- oder Verdrahtungsklemmen können entsprechend den Herstellerangaben/ Konstruktionsangaben Trenneigenschaften bereitstellen. Nur Steckverbinder mit Ausschaltvermögen (CBC) sind zum Zusammenstecken und zum Ausstecken unter Spannung oder Last konstruiert; siehe DIN EN 61984 (VDE 0627):2009-11, 3.8.
Alle unter Spannung stehenden Leitungen vor dem Hauptschalter bzw. die nicht mit ihm getrennt werden, müssen orange gekennzeichnet werden. Zum Beispiel ausgenommene Stromkreise; siehe DIN EN 60204-1 Kapitel 13.2.4 Identifizierung durch Farbe
Man kann zum Beispiel mit einer Wertstromanalyse eine ganzheitliche Betrachtung der Prozesse im Schaltschrankbau durchführen und daraus geeignete Optimierungspotentiale ermitteln, die alle Aspekte vom Engineering bis zum fertigen Schaltschrank, miteinbeziehen. Einzelne Firmen bieten auch Beratungsleistungen an, bitte wenden Sie sich an Ihren Lieferanten.
Bei Phoenix Contact kann ein ausgewähltes Klemmenportfolio innerhalb von 2 Tagen zu einer fertig bestücken Tragschiene montiert werden.
Die internen Abläufe müssen analysiert werden mit dem Ziel in den Einzelschritten schneller und qualitativ besser zu werden. Zwei wichtige Ansätze könnten die Einführung von Standards und die Automatisierung der einzelnen Abläufe sein. Dabei können Konfiguratoren z.B. TIA Selection Tool und CAE Funktionen z.B. Schaltplangeneratoren helfen.
Standardisierung: Beim Anlagenbau werden nach Möglichkeit immer die gleichen Komponenten verwendet. Auch z.B. der Aufbau eines Schaltschranks sollte dabei immer möglichst gleich gemacht werden. Automatisierung: Einzelne Schritte der Konstruktion und Fertigung werden von Software oder Maschinen nach vorheriger Parametrierung durchgeführt. Standardisierung ist die Voraussetzung für eine kostensparende Automatisierung.
Ein PDF-Dokument ist in der Regel ein kompiliertes Dokument, das Texte und Bilder darstellt und in dem die Informationen aus dem CAE-System zusammengefasst werden. Es enthält dann nicht ansatzweise alle notwendigen Informationen, um einen Bezug zwischen einem Element im PDF-Dokument (z.B. ein Leistungsschalter-Symbol) und dem dazu gehörigen Element im CAE-System herzustellen. Somit ist das Einlesen eines PDF, um Änderungen im CAE-Projekt zu erkennen, kaum bis nicht möglich.
Wie die vorherige Antwort bereits zeigt, ist ein Austausch von Informationen über ein neutrales Dokumentenformat wie PDF nicht ohne sehr großen Aufwand und Anwendungsproblemen möglich. Hier ist es notwendig, dass die ECAD-Software Hersteller spezielle Programme für die Fertigung bereitstellen, die mit den originalen Projektdaten aus der Planung arbeiten und Änderungen sowie Anmerkungen strukturiert und für das CAE-System kompatibel, wieder abspeichern können.
Sobald eine PDF erstellt wurde, kann aus dieser keine Information für den CAD-Plan wieder eingelesen werden.
Eine Validierung der gewählten Komponenten, beispielsweise hinsichtlich einer Safety Validierung, findet in der Regel bei der Auswahl der Komponenten bzw. im Pre-Engineering (vor dem Zeichnen der Stromlaufpläne) statt. Dafür bieten einiges Hersteller entsprechende Tools an (z.B. Siemens: Safety Evaluation Tool im TIA Selection Tool). Es ist also wichtiger, dass die Komponenten aus den Pre-Engineering Tools einfach und schnell ins ECAD-System übernommen werden können. Für Siemens gibt es beispielsweise eine EPLAN Generierungs-Funktion aus dem TIA Selection Tool heraus.
Die Unternehmen der Initiative SchaltschrankGESTALTER stellen Ihre Artikeldaten über den internationalen ECLASS Standard bereit. Dieser umfasst neben den kaufmännischen Daten in der "Advanced-Variante" auch alle Artikeldaten, die für ein effizientes Engineering und auch für die Fertigung relevant sind. Auf Grundlage dieses Standards stellen Datenportale wie z.B. das EPLAN Data Portal die Artikeldaten für den Anwender bereit.
Diese Problematik wurde erkannt und basierend darauf der EPLAN Data Standard eingeführt. Dieser dient dazu ein Standardset von Daten mit Mindestanforderungen bereitzustellen. Wenn der Hersteller alle Anforderungen des EPLAN Data Standards erfüllt hat, bekommt der jeweilige Datensatz ein Siegel angehangen. So ist auch für den Anwender sichtbar, welche Datensätze über diesen Standard verfügen und somit saubere Daten zur Verfügung stehen.
Hierfür wird die sogenannte EPLAN Integration Suite benötigt um Daten mit EPLAN und dem angrenzenden ERP/PDM System auszutauschen.
Theoretisch ist dies möglich. Um eine exaktere Verlustleistung zu ermitteln, muss zu jedem Stromkreis die tatsächliche erwartete Auslastung angegeben werden. Meist liegen jedoch nur die Nenndaten des Verbrauchers vor. Aber auch damit kann schon eine exaktere Verlustleistung ermittelt werden, wenn man über den Strom die Nennverlustleistung der Geräte exakter berechnet. Wenn man jedoch die Verlustleistung exakt entsprechend der Auslastung ausrechnet, darf man nicht die Verlustleistung der Verdrahtung der Hauptstromkreise vernachlässigen. Diese kann unter Umständen genauso hoch sein, wie die der Summe der Geräte.
Nein, dies ist leider in EPLAN Compact nicht möglich. Hierzu wird EPLAN Pro Panel benötigt.
Bei der Fehlerminimierung in der Fertigung können Werkerassistenzsysteme beitragen, wie bspw. EPLAN Smart Wiring. Dieses zeigt eine Schritt-für-Schritt-Anleitung der Verdrahtung an, sodass genau die Verdrahtung der Quelle und des Ziels ebenso wie der Verlegeweg angezeigt wird. Zudem können Tools wie EPLAN eVIEW genutzt werden um Red- und Greenlining durchzuführen und sich den Aufbau des Schaltschranks in 3D anzeigen zu lassen.
Normalerweise werden die Informationen von einem Werker verifiziert, der die Abnahme des Schaltschrankes vor Auslieferung durchführt. Dieser Vorgang muss in einer PDF-Datei jedoch händisch erfolgen und der Werker muss darauf achten, dass alle zu verifizierenden Vorgänge und Bauteile getestet werden. Dieser Vorgang kann jedoch durch Tools wie bspw. EPLAN Smart Wiring vereinfacht und digitalisiert werden.
Grundsätzlich gilt es eine passende Identifizierung der Leiter sicher zu stellen. Genauer gesagt muss jeder Leiter an jedem Anschluss mit Hilfe der technischen Doku identifizierbar sein. Empfohlen ist hier die Verwendung von Farbe, Zahlen oder Alphanumerik. Natürlich ist auch eine Kombination von Farbe mit Zahlen oder Farbe mit Alphanumerik zulässig. Um die damit verbundenen Aufwände kundengerecht und zeitgleich bedarfsgerecht zu gestalten sollte eine klare Vereinbarung zwischen Betreiber und Lieferant vereinbart werden. Die Norm IEC 62491 enthält Regeln und Leitlinien für die Kennzeichnung von Leitungen und isolierten Einzelleitern.
Tools für normenkonforme Nachweise in CAE Systeme zu integrieren ist schwierig bis nahezu unmöglich. CAE Software-Hersteller sind keine Produkt- bzw. Systemspezialisten und haben folglich die benötigten Daten der Produkt- und Systemhersteller nicht.
Eine Festlegung, bezüglich einer speziellen Kennzeichnung der Leiter (außer der Kennzeichnung für Schutzleiter und ggf. Neutralleiter) für die interne Verdrahtung in Schaltschränken gibt es nur in DIN EN 60204-1.

Im Abschnitt 13.2 gibt es hierzu folgende Festlegungen: „Jeder Leiter muss an jedem Anschluss in Übereinstimmung mit der Technischen Dokumentation (siehe Abschnitt 17) identifizierbar sein. Es wird empfohlen (z. B. um die Wartung zu erleichtern), dass Leiter durch Ziffern, Alphanumerik, Farbe (entweder durchgängig oder mit einem oder mehreren Streifen) oder einer Kombination von Farbe und Ziffern oder Alphanumerik identifizierbar sind. Wenn Ziffern benutzt werden, müssen diese arabisch, Buchstaben lateinisch sein (entweder Groß- oder Kleinbuchstaben).“

Art und Umfang der Identifizierung sollten daher zwischen Hersteller und Betreiber gemeinsam mit Hilfe der Frage 10 des Fragebogens („Muss eine bestimmte Methode für die Leiteridentifizierung angewendet werden [...]“) im Anhang B von DIN EN 60204-1 vereinbart werden.

Fazit: Pflicht ist eine solche Kennzeichnung nicht. Hier sollte sich zwischen Hersteller und Betreiber genau abgestimmt werden.

Die DIN EN 60204-1 sagt dazu:
16.4 Kennzeichnung von Gehäusen der elektrischen Ausrüstung an Gehäusen, die an eine externe Stromversorgung angeschlossen sind, müssen folgende Informationen lesbar und dauerhaft so angebracht sein, dass diese nach der Installation der Ausrüstung weiterhin deutlich sichtbar sind:

  • Name oder Firmenzeichen des Lieferanten;
  • wenn erforderlich, Zulassungszeichen oder andere Kennzeichnungen, die durch örtliche oder regionale Gesetzte erforderlich sind;
  • Typbezeichnung oder Modell, wenn anwendbar;
  • Seriennummer, wenn anwendbar;
  • Nummer der Hauptdokumentation (siehe IEC 62023), wenn anwendbar;
  • Nennspannung, Anzahl der Außenleiter und Frequenz (bei Wechselstromversorgung) und Volllaststrom für jede Einspeisung.
Es wird empfohlen, diese Angaben in der Nähe der Hauptstromversorgung(en) anzubringen.
Der minimale Kurzschlussstrom wird ermittelt, indem man alle Impedanzen an jedem relevanten Punkt der Anlage durch Messung oder Berechnung ermittelt. Hierbei wird der Kurzschluss zwischen Leiter und Schutzleiter im ungünstigsten Fall betrachtet. Der so ermittelte kleinste Kurzschlussstrom muss die vorgeordneten Schutzeinrichtungen noch sicher zum Auslösen bringen (großer Prüfstrom).
Es reicht nicht aus, eine Sicherung als strombegrenzendes Bauteil vor der Anlage einzusetzen. Die strombegrenzenden Eigenschaften können bei der Betrachtung von kurzschlusspassiven Teilen wie z.B. Sammelschienen herangezogen werden. Für kurzschlussaktive Teile wie z.B. Leistungsschalter oder Leitungsschutzschalter kann das Icc nur durch Prüfung des Herstellers ermittelt werden. Diese Back-Up-Schutz-Prüfungen können mit Sicherungen, Leistungsschaltern oder Leitungsschutzschaltern durchgeführt werden. Der kleinste Icc Wert einer Kombination oder der kleinste Icu eines Schaltgerätes in der Anlage bestimmen den Wert auf dem Typenschild.
Es gibt leider keine Faustformel für den Zusammenhang zwischen 1-phhasigen und 3-phasigen Kurzschlussströmen, das hängt z.B. von den örtlichen Gegebenheiten, Leitungslängen und -querschnitten, Verlegeart, Art der Stromversorgung, Netzform usw. ab.
Dieser Wert müsste zwischen dem Steuerungsbauer und dem Endkunden klar definiert werden. Falls sich der Endkunde mit einer Stellungnahme zurückhält, so könnten Sie sich zum Beispiel mittels SIMARIS DESIGN nach IEC einen Vorschlag für diesen Wert erzeugen. Aber auch hier müssen einige Werte (z.B. der Trafo, Leitungslängen usw.) bekannt sein oder angenommen werden. Weitere Infos dazu finden Sie unter www.siemens.com/simaris
Ein Schaltschrank kann der Definition einer unvollständigen Maschine nicht entsprechen, da er an sich schon eine definierte Funktion erfüllt. Die Einordnung eines Maschinensteuerschranks als unvollständige Maschine nach Maschinenrichtlinie wäre im Sinne der Richtlinien also nicht korrekt.
Auch wenn die Niederspannungsrichtlinie auf Grund der unteren Spannungsgrenze für diesen Schaltschrank nicht gilt, müssen die anderen möglichen Richtlinien betrachtet werden. Üblicherweise wären hier die EMV- und RoHS-Richtlinie zu beachten, ggf. auch die Funkanlagenrichtlinie oder Maschinenrichtlinie.
Die Niederspannungs- und EMV-Richtlinie fordern lediglich, dass eine Risikoanalyse und-bewertung gemacht wird, geben aber keine Hinweise wie diese realisiert werden kann. In der Praxis wird in der Regel eine der bekannten Methodiken nach EN ISO 12100 oder dem CENELEC Guide 32 angewendet. Eine Risikoanalyse und -bewertung eines Schaltschranks kann also auf derselben Grundlage wie eine Risikobeurteilung einer Maschine durchgeführt werden. Wichtig ist, dass alle möglichen Gefährdungen (nicht nur die elektrischen) betrachtet werden.
Die Spannungswerte in der genannten Tabelle beziehen sich auf U0 = Spanng Leiter gegen Erde. Ich gehe davon aus, dass Sie ein 400V TN System haben, heißt die Spannung gegen Erde ist 230V. Damit ist die Abschaltzeit von Endstromkreisen und Stromkreise, welche über Steckdosen oder direkt ohne Steckdosen, handgehaltene Klasse-I-Betriebsmittel oder tragbare Ausrüstung versorgen, 0,4 Sekunden. Die von Ihnen genannten 0,2 Sekunden gelten in einem 690V Netz mit einer Spannung Leiter gegen Erde von 400V.
In diesem Falle sind zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen, wie z.B.: Einbau eines erdfreien örtlichen Potentialausgleiches um den Kurzschlussstrom zu erhöhen oder die Verwendung von FI-Schutzschaltern oder Leistungsschalter mit RCD Bausteinen, die bereits bei kleinen Fehlerströmen ansprechen (wird häufig verwendet). Die Abschaltzeiten sind immer einzuhalten!
Solang die zulässige Temperatur der Verbindung nicht überschritten wird und die Schutzeinrichtungen darauf abgestimmt sind, ist dies kein Problem. Die Form des Leiters ist nicht relevant.
Es gibt keine Möglichkeit, diesen Koeffizienten zu ändern. Dieser Wert definiert nur die Überlastfähigkeit der Schaltung, d.h. die Überlastauslösung soll in diesem Bereich erfolgen (1 bis 1,45).
Ja dies ist richtig. Frequenzumrichter steuern im Kurzschlussfall den Ausgang entsprechend ab. Falls die Halbleiter des FU durchlegieren, muss die dem Umrichter vorgeordnete Sicherung (diese wird auch vom Hersteller vorgegeben) den Schutz übernehmen.
Die IEC 60364-5-52 ist als Basis für die Leitungsdimensionierung zu verwenden (VDE 0298-4 mit Abweichungen. 4.2 Die in dieser Norm genannten Regeln und Größen für die Belastbarkeit beziehen sich auf die belasteten Leiter. Sie gelten für den Betrieb mit Wechselstrom oder Drehstrom mit einer Frequenz von 50 Hz bis 60 Hz und mit Gleichstrom). Weitere Normen müssen in entsprechenden Fällen ebenfalls berücksichtigt werden. Der Effektivwert des Stroms hat eine thermische Belastung des Leiters zu folge. Dies ist bei AC und auch bei DC Systemen so. Die Anforderung an die Schutzeinrichtung ist wesentlich höher, da bei einer Abschaltung das Löschen des Lichtbogens wesentlich schwieriger ist als bei AC Systemen die einen "natürlichen" Nulldurchgang durch die Wechselspannung haben.
Dies ist in allen Normen notwendig, meist jedoch etwas unverständlich formuliert. Die beste Formulierung finden Sie in der DIN EN 61439-1 Anhang E.4.
In der DIN EN 60204-1 finde ich keine diesbezügliche Ausnahme. Bei dieser Messung geht es auch darum, dass die Anschlüsse an den Geräten und Komponenten die notwendigen Luft- und Kriechstrecken nicht unzulässig unterschreiten.
In der Regel hat man sich auf max. 55°C geeinigt. In der DIN EN 60947-1 Low-voltage switchgear and controlgear – wird unter Punkt 6 ein Wert von 40°C und im Mittel von nicht mehr als 35°C angegeben. Der maximale Wert ist natürlich auch von den verwendeten Geräten abhängig. Auch die zulässigen Berührungstemperaturen dürfen nicht überschritten werden.
Haftungsausschluss/Disclaimer

Die Beispiele und Interpretationen der Normen sind unverbindlich und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit hinsichtlich Konfiguration und Ausstattung sowie jeglicher Eventualitäten. Sie stellen keine kundenspezifischen Lösungen dar, sondern sollen lediglich Hilfestellung bei typischen Aufgabenstellungen bieten. Jeder Anwender ist für den sachgemäßen Betrieb der beschriebenen Produkte selbst verantwortlich, enthebt Sie nicht der Verpflichtung zu sicherem Umgang bei Anwendung, Installation, Betrieb und Wartung. Viele Tabellen und Texte wurden während der Erstellung direkt aus den entsprechenden Normen entnommen, es gilt also stets zu prüfen, ob die zitierten Stellen noch aktuell sind. Die endgültige Klärung, ob eine Anwendung den gültigen Normen entspricht, obliegt dem Anwender. Die Informationen enthalten lediglich allgemeine Beschreibungen bzw. Leistungsmerkmale, welche im konkreten Anwendungsfall nicht immer in der beschriebenen Form zutreffen bzw. welche sich durch Weiterentwicklung der Produkte und Normen ändern können. Alle Produktbezeichnungen können Marken oder sonstige Rechte der Mitwirkenden der Initiative SchaltschrankGESTALTER, ihrer verbundenen Unternehmen oder dritter Gesellschaften sein, deren Benutzung durch Dritte für ihre eigenen Zwecke die Rechte der jeweiligen Inhaber verletzen kann.